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Im Jahr 2007 leben das erste Mal in der Geschichte mehr Menschen in Städten als auf dem Land, besagt eine Studie der Vereinten Nationen. Das zeigt die wachsende Bedeutung von Lebensraum in urbanen Strukturen. Täglich erleben auf unserem Planeten etwa 6,9 Milliarden Bewohner von Städten flüchtig- verbindlich vorbeifließende Begegnungen mit einzelnen Menschen, Orten und Dingen.
Die Photographie & Sound Art Projektreihe "X Capitals - Über die Bereicherung durch das Fremde" greift diese globale Dynamik auf und reflektiert sie mit dem Mittel der Photographie in einem Wertediskurs über Bildung, Demokratie, Freiheit, Religion und Familie.
"X Capitals" ist aber nicht nur eine Reihe von Städteporträts im geläufigen Sinne. Meine Arbeit bewegt sich auf der Suche nach der Sprach des Neuen. Ich nenne es "Die dritte Entsprechung". "X Capitals - Über die Bereicherung durch das Fremde" ist eine globale Feldstudie die systematisch urbane Räume in 22 Motiven reflektiert.
Die 22 Motivbezeichnungen sind imperative Thesen im Sloterdijk’schen Sinne der vertikalen Spannung, die zugleich als aktualisierende Fragestellungen in den Raum gestellt werden. Der integrative und entspannende Grundgedanke von X Capitals Mediterran will hier einen nachhaltigen, harmonisierenden Impuls der Empathie setzen. Stichwort: Positive Psychologie/Positive Art
Über "Die dritte Entsprechung" lässt sich heute, nach annähernd 10 Jahren Arbeit an dem Thema, so viel sagen. Es steht mit dem kultivieren von Emotionen in Verbindung, ähnlich wie wir es von der Sprache kennen, die über viele Lebensphasen und Ausdrucksformen zu ihrer Höchstform heranwächst. Darüber hinaus lässt sich erahnen, dass "Die dritte Entsprechung" mit einer ursprünglichen weiblichen Kraft in Verbindung stehen könnte.
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Das inhaltliche Grundkonzept und das Ausstellungskonzept von "X Capitals" sind eine Konstante, die der rote Faden ist, an dem sich alle Projekte dieser Serie ausrichten.
Der Projekttitel ist zweiteilig. Der Erster Teil "X Capitals ..." definiert die oben genannte Konstante die alle Einzelprojekte verbindet. Das sind die 22 Bild-Motive die in allen Städten auf die gleiche Weise photographiert werden. Sowie Die drei Ebenen, die den philosophischen Hintergrund für das Projekt geben. Stark verkürzt sind das: 1. Die spezielle Technik der s/w-Photographie und die für das Projekt adaptierte Rollbildtechnik im traditionellen japanischen Stil. 2. Die Ausstellungskonzeption. 3. Die dritte Entsprechung.
Der zweite Teil des Projektnamens z.B. "... Europa" verweist auf die porträtierten Städte, die in jedem Einzelprojekt einem selbst gewählten Netzwerk angehören. Im Beispiel ist dies die Europäischen Union. "X Capitals Europa", um bei diesem Beispiel zu bleiben, ist gewissermaßen eine Bestandsaufnahme am Vorabend des 20. Jubiläums des Mauerfalls in Europa 2009 und reflektiert zwischenmenschliche Erfahrungen in zehn europäischen Hauptstädten nach dem Fall des "Eisernen Vorhangs"
In der Konzeptkunstreihe entstanden bisher zwei Projekte, an denen 14 Städte weltweit teilnahmen.
1. Projekt "X Capitals Berlin" (Städtepartner von Berlin): Beijing, Berlin, Jakarta, Paris und Tokio.
2. Projekt "X Capitals Europa" (EU-Mitglieder): Berlin, Budapest, Helsinki, Ljubljana, Nikosia, Riga, Tallinn, Valletta, Warschau und Wien. X Capitals Europa wurde im März 2008 in einer fulminanten Gastausstellung gezeigt.
3. Projekt: "X Capitals Mediterran", in Vorbereitung
Henry Landers/2011
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